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Stärken und Schwächen in der Bewerbung richtig nennen

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Stärken und Schwächen in der Bewerbung richtig nennen – Beitragsbild von CV-Butler.de

Kaum ein Thema verunsichert Bewerber so sehr wie die Frage nach Stärken und Schwächen. Im Anschreiben, im Lebenslauf und spätestens im Vorstellungsgespräch geht es darum, dich selbst einzuschätzen – ehrlich, aber überzeugend. Wer hier nur leere Adjektive aneinanderreiht, wirkt austauschbar. Wer dagegen seine Stärken belegt und mit Schwächen souverän umgeht, hinterlässt einen reifen, glaubwürdigen Eindruck.

Stärken: nicht behaupten, sondern beweisen

„Teamfähig, motiviert, belastbar" – diese Wörter stehen in fast jeder Bewerbung und sagen für sich genommen nichts aus. Eine Stärke wird erst überzeugend, wenn du sie mit einem Beispiel verbindest. Statt zu behaupten, du seist organisiert, beschreibe kurz eine Situation, in der das wichtig war.

Gute Stärken für die Bewerbung sind:

  • relevant für die ausgeschriebene Stelle
  • belegbar mit einer konkreten Erfahrung
  • glaubwürdig, also nicht maßlos übertrieben

Drei oder vier gut gewählte Stärken wirken stärker als eine lange Liste. Überlege dir vor dem Schreiben, welche Eigenschaften die Stelle wirklich verlangt, und konzentriere dich auf diese.

Stärken im Lebenslauf und Anschreiben unterbringen

Im Lebenslauf zeigen sich Stärken vor allem durch deine Tätigkeiten und Erfolge: Verantwortung, die du übernommen hast, Ergebnisse, die du erzielt hast. Im Anschreiben kannst du sie ausformulieren und mit der Stelle verknüpfen. Wichtig ist der rote Faden – die Stärken, die du nennst, sollten zu dem passen, was dein Werdegang ohnehin zeigt.

Schwächen: ehrlich, aber klug

Die Frage nach Schwächen ist kein Versuch, dich zu entlarven, sondern ein Test deiner Selbstreflexion. Zwei Extreme solltest du vermeiden: die getarnte Stärke („ich bin einfach zu perfektionistisch") wirkt unehrlich, eine echte Schwäche ohne Lösung wirkt unbedacht.

Der beste Weg liegt dazwischen: Nenne eine echte, aber nicht stellenkritische Schwäche und zeige, wie du an ihr arbeitest. Wer einräumt, früher Schwierigkeiten gehabt zu haben, vor Gruppen zu sprechen, und beschreibt, wie er das durch Übung verbessert hat, beweist Reife.

So könnte eine Schwäche klingen

„Mir fiel es früher schwer, Aufgaben abzugeben, weil ich Dinge gern selbst kontrolliere. Inzwischen habe ich gelernt, im Team klar zu delegieren und Verantwortung bewusst zu teilen – das macht die Zusammenarbeit für alle einfacher."

Diese Antwort ist ehrlich, zeigt Entwicklung und endet positiv. Genau diese Struktur – Schwäche benennen, Umgang zeigen, Fortschritt belegen – funktioniert fast immer.

Welche Schwächen besser nicht

Manche Schwächen disqualifizieren dich für bestimmte Stellen. Wer sich als Kassiererin bewirbt, sollte nicht von Schwierigkeiten mit Zahlen sprechen, und wer im Team arbeiten soll, nicht von Problemen mit Zusammenarbeit. Wähle eine Schwäche, die ehrlich ist, aber die Kernanforderung der Stelle nicht infrage stellt.

Diese Fehler solltest du vermeiden

  • Stärken nur aufzählen, ohne sie zu belegen
  • dieselben austauschbaren Adjektive wie alle anderen verwenden
  • eine getarnte Stärke als Schwäche verkaufen
  • eine Schwäche nennen, die genau die Kernaufgabe betrifft
  • bei der Schwäche keinen Umgang oder Fortschritt zeigen

Fazit

Stärken und Schwächen entscheiden mit darüber, wie reif und glaubwürdig du wirkst. Belege deine Stärken mit Beispielen, wähle sie passend zur Stelle und gehe mit Schwächen ehrlich, aber klug um. Wer sich selbst realistisch einschätzt und Entwicklung zeigt, überzeugt mehr als jeder, der sich makellos darstellt.

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